Gin ist immer noch in

Der Gin-Trend ist immer noch ungebrochen. Die Lieblingsspirituose der Bartender lässt uns auch diesen Sommer nicht kalt. Immer neue Interpretationen des einstigen Wacholderbrands sorgen für einen Sortenreichtum, der seinesgleichen sucht.

Eine Vielzahl von Beeren, Blüten, Früchten, Kräutern und Wurzeln sorgen für blumige, holzige, fruchtige oder würzige Aromen. Die Kreativität der Macher kennt jedenfalls keine Grenzen, ob ihr Gin nur fünf oder gar 47 Botanicals enthält.

Doch selbst, wenn man nach Alternativen zu dieser kolonialen Mischung sucht, stößt man immer wieder auf einen neuen Lieblingsgin. Und mittlerweile bietet auch die „bessere Hälfte“ genügend Abwechslung beim Gin Tonic. Ob als Light oder Herbal Tonic oder in einer ganz neuen Variante mit Yuzu. Aber ohne Gin ist das Leben eben ginlos.

Was du über Gin wissen solltest:

Bei Gin ist kein Ausgangsmaterial festgelegt. Ob Kartoffeln, Roggen, Weizen oder gar Trauben, allein der landwirtschaftliche Ursprung des verwendeten Ethylalkohols und dessen Alkoholgehalt von 96 % sind vorgegeben. Sowie der vorherrschende Charakter des Wacholders.

Aromatisiert wird der Gin mit verschiedenen Pflanzen, sogenannten Botanicals, – je nach Art – vor oder während der Destillation.

Beim London (Dry) Gin handelt es sich nicht um eine Herkunftsbezeichnung! Dahinter steckt ein Produktionsverfahren, bei dem Botanicals nur während der Destillation hinzugefügt werden dürfen. Dry heißt der London Gin, wenn überhaupt nichts Süßendes zugesetzt wurde. Sein Alkoholgehalt beträgt über 37,5 % vol.

Plymouth Gin ist der „weichste Gin der Welt“. Der Liebling der Royal Navy darf sich allerdings nur dann so nennen, wenn er in der Britischen Hafenstadt Plymouth destilliert wird.

Old Tom Gin ist der süße Vorgänger des London Gin. Hier ist der nachträgliche Zuckerzusatz ein Charaktermerkmal und macht diesen Stil weicher und bekömmlicher. Er eignet sich hervorragend für Cocktails.

Beim (Destilled) Dry Gin dürfen die verschiedenen Botanicals zu jedem Zeitpunkt zugegeben werden – ebenso wie verschiedene naturidentische Farb- und Aromastoffe. Gemeinsam haben Dry Gin und London Dry Gin die mindestens doppelte Destillation und das Verbot von Zuckerzusatz.

Sloe Gin ist kein Gin, sondern ein Likör auf Gin-Basis, der mit Schlehen aromatisiert wird und einen Alkoholgehalt von mindestens 25 % vol. hat. Gerne werden neuerdings die Schlehen gegen Quitten getauscht – für avantgardistische Innovationen.

New Western (Dry) Gin ist schließlich keine offizielle Gin-Kategorie, vielmehr ein modernes Phänomen. Wacholder rückt in den Hintergrund, denn hier ist geschmacklich erlaubt, was gefällt.

Ebenfalls keine offizielle Gin-Sorte ist der (Barrel) Aged oder Reserve Gin. Diese im Holzfass veredelten Destillate haben durch die Reifung eine feine goldene Färbung. Je nach Art des Fasses bzw. der Länge der Lagerung verändern sich die Aromen des Gins.

Genever oder Jenever ist sozusagen die Urform des Gins und stammt aus den Niederlanden. Sein Alkoholgehalt beträgt mindestens 35 % vol. Er ist eigentlich ein Blend verschiedener Brände. Der Anteil an Malt Wine, einem Destillat aus Gersten- oder Roggenmalz, das anschließend mit Wacholder und weiteren Kräutern aromatisiert wird, sowie der Zuckergehalt entscheiden, ob es sich bei dem Produkt etwa um "Jonge Jenever" (maximal 15 % Malt Wine und höchstens 10g Zucker/ Liter) oder "Oude Jenever" (mindestens 15 % und höchstens 20g Zucker/ Liter) handelt.

Egal, welchen Gin ihr letztendlich bevorzugt, wir haben sicher genau das richtige für euch in unserem Onlineshop!